Die Neuen

Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass zu Weihnachten das Interesse an Seifen rapide ansteigt und sowohl letztes also auch vorletztes Jahr hatte ich zu wenige, die ich dann selber verschenken konnte. Seit Wochen schon siede ich mit Begeisterung (und ohne schlechtem Gewissen wegen wachsender Seifenberge) und ich denke ein paar werden sich noch ausgehen, bevors endgültig zu spät ist für eine fünfwöchige Reifezeit.

honeybarDie Seife „Honey-Butter-Bar“ ist vor ca. drei Wochen entstanden und stellt eine Premiere für mich dar. Es ist eine „Duschbutter“ mit 30%igen Überfettung und 10% Bienenhonig. Ich bin gespannt, wie sich sowas anfühl beim Benützen und ob diese Art der Seife auch in der Verwendung überzeugt. Ich möchte zwar einen Haut wie eingecremt, aber keine Fettrückstände in der Dusche haben. Das Rezept setzt sich jedenfalls folgendermaßen zusammen: 30% Olivenöl, je 20% Kokosöl und Sonneblume HO, 10% Sheabutter (bio und fair trade), 8% Mandelöl, 5% Kakaobutter, 4% Rizinusöl, 3% Stearinsäure. Die Lauge ist 1:1 mit Sole angerührt, die Restflüssigkeit kam dann als Ziegenmilch und Honigwasser zum Seifenleim. Beduftet ist diese Duschbutter mit dem Parfum „Scottish Blossom Honey“ von GF.

moonflyEinzelseifenformen sind eigentlich nicht mein Ding, aber die von Kudos Design sind einfach zu schön, da konnte nicht mal ich wiederstehen. Entstanden ist darin die Seife „Salzmandel“, konzipiert als milde Gesichtsseife für Mischhaut. Wobei das Rezept sehr an eins von Beate (Seifenmafia) angelehnt ist: je 20% Babassu, Kokos, Olive und Reiskeimöl, 10% native Shea (bio und fair trade) und je 5% Lanolin und Rizinusöl. Zum Seifenleim habe ich selbstgemachte Mandelmilch gegeben und etwas grüne Tonerde sowie eine Mischung aus den ätherischen Ölen Lavendel extra fein, Ylang Ylang I, Rosmarin. Die „Rosenseife“ vorne im Bild besteht aus 30% Reiskeimöl, 26% Bio Babassu, je 20% nativer Bio Shea und 20% natives Bio Olivenöl als Rosenblütenmazerat sowie 4% Rizinusöl. Überfettet habe ich mit 10% und zwar mit Wildrosenöl. Zum Seifenleim kam selbst destilliertes Rosenhydrolat, rosa Tonerde und ätherischen Öle (eine Rosenduftmischung, die ich leider nicht notiert habe).

cleandirt2claendirt1„Cleandirt“ ist eine Seife für Männer, die sehr frisch duftet nach Salbei, Rosmarin und Patchouli. Eine Mischung, die einige Wochen gereift hat, bevor sie in diese Seife gewandert ist. Ich komme immer mehr weg von synthetischen Düften und freunde mich tatsächlich noch viel mehr als bisher mit Mischungen ätherischer Öle an, die sich nach einiger „Reifezeit“ zu schönen Düften verbinden. Ich selber verwende nun schon eingie Zeit keine Seifen mehr, die mit synthetisch hergestellten Düften versehen sind und ich siede solche Seifen auch immer weniger gerne. Neben den ätherischen Ölen besteht meine Männerseife aus 25% Olivenöl, je 20% Reiskeim- und Erdnussöl, je 15% Palmkern- und Kokosöl, 3% Jojobaöl und 2% Stearinsäure. Die Lauge ist mit Sole und Wasser angerührt und gefärbt habe ich mit medizinischer Holzkohle und grüner Tonerde (Vagone) von Waldehoe.

turkishdelightAuch die Idee der Seife „Turkish Delight“ ist geklaut bei der Seifenmafia. Diese Seife habe ich ausprobiert und geliebt, also musste ich unbedingt selber so eine machen: 40% Olivenöl, 24% Sesamöl, je 10% Palmkernöl, Kokosöl und Schwarzkümmelöl, je 3% Stearinsäure und Rizinusöl. Gefärbt habe ich mit Caput Mortuum, Alkanna und Ghassoul. Beduftet mit den ätherischen Ölen Orange 5fach, Eucalyptus, Gurjunbalsam, Cassis, Atlaszeder. Hmmm, lecker!

granaten1granaten2Zu guter letzt noch einen Seife, die ich auf Bestellung hergestellt und zur Gänze weitergeben werde an eine Tauschpartnerin. „Granat“ ist nach einem Rezept, das Mini letztens gepostet hat, entstanden: 40% Olivenöl, 26% Kokosöl, 20% Reiskeimöl, 10% Kakaobutter und 4% Rizinusöl. Die Lauge ist wieder 1:1 angerührt mit Sole, der Rest auf 25% Flüssigkeit kam als Kokosmilch zum Seifenleim. Gefärbt habe ich auch hier wieder mit Caput Mortuum. Die Kugeln sind aus Resten der Turkish Deilght und der Duft kommt vom Parfumöl „Pomegranate“ von GF.

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