Ein Rezept macht zwei sehr unterschiedliche Seifen

Zwei Sachen wollte ich probieren. Erstmal  neuen Micas testen und zweitens Seife kneten für ein Topping. Das Rezept war schnell gewählt, die Seifenreste eingefärbt, geknetet und geformt. Bei der mit Knetseifentopping wollte ich (unkreativ wie ich gerade war) eine mit Rosen machen. Da synthetische Rosendüfte und ich aber keine wirklichen Freunde werden, habe ich wieder mal damit experimentiert. Verwendet wurde diesmal einen Mischung aus Englischer Rose (Manske), Rose naturident (Waldehoe) und die ätherischen Öle Rosenholz und Geranium. Der Duft war kein Erfolg (zumindst für mich nicht). Ob er auch für das echt wilde Aussehen der Seife verantwortlich zeichnet?

Keine Ahnung. jedenfalls hatte ich so ein Seifenergebnis noch nie. Die Seife war sehr hart, als ich sie nach ca. 10 Stunden ausgeformt habe, aber sehr bröckelig. Sie ist durchzogen von „wolkigen Schlieren“ und hat weiße Flecken auf der Oberseite. Schaut mal, auf den Fotos sieht man das einigermaßen gut.

Da ich die Seife vor dem Schlafen gemacht habe, kann ich leider nichts über die Erhitzung/Gelphase o.ä. sagen, aber da muss es schon etwas heftiger abgegangen sein, wenn ich mir die Seife so ansehe.

Die zweite, die mit Micas gefärbte, war dagegen völlig unspektakulär. Sie riecht nach Island Fresh Type von NG, also angenehm frisch und sauber. Eine spektakuläre Seife ist es nicht (ich übe noch!), aber sie ist schön glatt und da freue ich mich immer sehr drüber.

Rezept: je 30 % Olive und Distel HO, 28 % natives Bio-Kokosöl, 10 % Bio-Kakaobutter, 5 % Rizinusöl. Bei der Rosenseife hatte ich Zucker, Seide und Salz in der Lauge. Bei der bunten Seife nur Zucker und Salz. Beide wurden mit einer Flüssigkeismenge von 25 % der GFM und 10 % LU gemacht. Das sind  meine Standardwerte so +/– 2 %.

Im Hintergrund dieser Seife ist übrigens das Ergebnis eines anderen Hobbies von mir zu sehen. Ich färbe sehr gerne, möglichst unregelmäßig. So sehen bei mir Vorhänge, Bettwäsche, Polsterbezüge etc. aus. Als nächstes auf meiern „Färbe“-Liste steht die japanische Shibori Technik, mit der ich schon länger liebäugle.

 

2 Antworten auf „Ein Rezept macht zwei sehr unterschiedliche Seifen“

  1. Ich finde es beruhigend, dass auch bei Dir mal was nicht so aussieht, wie es sollte. Bei mir ist das öfter so ganz anders als geplant. Dennoch finde ich beide Seifen ansprechend, mancher ist bestimmt auf so ein Ergebnis neidisch.

    Das Knetseifentopping finde ich sehr interessant und würde mich gern selber mal dran versuchen. Kannst Du mir sagen, was man dabei beachten muss bzw. wie das funktioniert?

    Have a nice day! S.

    1. Liebe Susanne,
      ich hab das kneten von Seife auch zum ersten mal probiert und bin noch ein totaler Neuling. Was ich weiß habe ich im Seifentreff, bei Mini auf verseift.at und bei der Meisterin der Knetseife auf sorcerysoap.com nachgelesen.
      LG Brigitte

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