Zwischendurch Seifen

Diese Seifen habe ich alle in den letzten Wochen gesiedet, aber erst heute fotografiert. Nicht mit allen bin ich glücklich, aber so richtig mißglückt ist auch keine davon. Den Anfang macht die Seife „A Soap a day“, die ich so genannt habe, weil das Rezept ein Klassiker für jeden Tag ist, mit dem man meiner Ansicht nach nichts falsch machen kann: 72% Olive, 26% Kokosöl, 4% Rizinusöl und viel Tussah-Seide. Bei diesem Rezept reduziere ich das Wasser für die Lauge immer auf 25% und habe so eine harte, schnell ausform- und benutzbare Seife. Beduftet ist diese Ausgabe des Klassikers mit Rain Barrel, einer meiner liebsten Düfte von Natures Garden. Gefärbt habe ich mit Tonerde, TiO2 und Indigo, dispergiert in Sojasahne. Ich hatte einen Rest, der weg musste, aber das Ergebnis ist nicht so toll geworden, wie ihr sehen könnt. Eher wie feine Farbtüpfelchen.
asoapadayUnd dass man auch nach hunderten Seifen immer noch überrascht werden kann, zeigt diese Seife mit Sojaöl. Ich habe dieses Öl zum ersten mal verseift, das ja viele positive Eigenschaften hat. Unter anderem reguliert es den Verhornungsprozess der Haut und macht sie weich, sein hoher Lecithingehalt bewirkt eine ausgezeichnete Hautbefeuchtung (Quelle: www.olionatura.de) und außerdem verseift es sich nicht gut, was den Seifenleim länger fließfähig bleiben läßt. Was ich aber nicht wußte, war, dass natives Sojaöl eine orange, gelbe Seife zur Folge hat. Geplant war eine hellbeige Seife mit einem Ingidoblauem und einem grau-braunem Streifen in der Mitte. Na ja, sagen wir mal so, sie ist anders als geplant.
sojasoapDas Rezept setzt sich zusammen aus 40% hellem Olivenöl, 24% nativem Bio Sojaöl, 20% Kokosöl, 10% Sheabutter, 4% Rizinusöl und 2% Stearinsäure. In der Lauge sind 10% Sole, 5% Zucker, 5% Zitronensäure und Tussah-Seide. Zum Seifenleim kamen zusätzlich noch 10% Sojasahne. Beduftet ist diese Seife mit 1/3 PÖ (Indian Sandalwood) und 2/3 ÄÖs (Orange 10fach, Vetiver, Zedernholz, Ylang).

cocobirdDie letzte Seife in der heutigen Vorstellungsrunde ist eine Kokosmilch Seife mit Seide. Neben diesen beiden Zutaten sollen 30% Olivenöl, 30% Sesamöl, 15% Kokosöl, 15% Sheabutter, 5% Rizinusöl, 3% Stearinsäure und 2% Bienenwachs für ein mildes Seifchen mit cremigem Schaum sorgen, wie ich hoffe. In der Lauge, die ich 1:1 angerührt habe sind zusätzlich noch 10% Zucker, 5% Zitronensäure und 10% Sole mit drin. Der Duft kommt diesmal von dem PÖ Brown Sugar & Fig wider von NG. Gefärbt haben ich mit Ghassoul und rosa Tonerde.
Eigentlich wollte ich hier eine andere Gestaltung ausprobieren, aber der Seifenleim war sehr dickflüssig, obwohl ich den Pürierstab nur einmal kurz durch die Masse gezogen hatte. Ich denke mal, die Flüssigkeitsreduzierung (insgesamt hatte ich nur 25% der GFM) zusammen mit dem Bienenwachs und dem Kokospüree haben das Andicken beschleunigt. Das Parfumöl soll ja angeblich unkompliziert sein.

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